Die Glasproduktion - Jetzt interaktiv entdecken!

Glasproduktion

Die Glasherstellung

Ein faszinierendes Schauspiel, bei dem sich wertvolle Rohstoffe im Feuer zu einem hochwertigen Packstoff verbinden. Glas durchläuft einen abwechslungsreichen Prozess vom Schmelzen der Rohstoffe bei rund 1600 Grad Celsius über das automatische Formen des glühend-flüssigen Glases zur vollautomatischen Kontrolle und Palettierung, bis es schlussendlich köstlich befüllt auf dem Esstisch landet.

Am Anfang steht die Natur – denn die wichtigsten Rohstoffe Quarzsand, Kalk, Soda, Dolomit und Feldspat sind dort praktisch unbegrenzt vorhanden. Und Glas ist im auch gut für die Natur: so kann bei der Produktion von Weiß- und Buntglas bis zu 60%, bei Grünglas sogar bis zu 100% Altglas verwendet werden.

In einem Schmelzofen werden die Rohstoffe zusammen mit Altglas bei einer Temperatur von rund 1600 Grad Celsius zu flüssigem Glas geschmolzen. Die hohe Temperatur der Abluft wird dabei nicht einfach verpufft, sondern ökologisch sinnvoll zum Vorwärmen der Verbrennungsluft auf 1200 Grad genutzt.

Glühende Glastropfen, von der zähflüssigen, kontinuierlich nachfließenden Glasschmelze abgeschnitten, werden zuerst in der Vorform vorgeblasen oder vorgepresst und anschließend in der Fertigform zum vollendeten Glasbehälter ausgeblasen.

Nach einer ersten visuellen Kontrolle werden die noch glühenden Flaschen im Kühlofen während rund 60 Minuten schrittweise auf Raumtemperatur gekühlt und entspannt. Ein wichtiger Vorgang – denn durch zu rasche Abkühlung würden Materialspannungen entstehen, wodurch die Glasverpackung spröde und brüchig, also unbrauchbar würde.

Nun werden die Glasverpackungen optisch, mechanisch und elektronisch auf Risse, Einschlüsse, Verformungen oder sonstige Fehler geprüft. Ein Teil von ihnen muss sich außerdem im Labor strengen physikalischen und chemischen Kontrollen unterziehen.

Auf genormten Paletten gestapelt und eingeschweißt: So wird Verpackungsglas an die Abfüllbetriebe geliefert. Die Konfektionierung dieser stabil und hygienisch einwandfreien Lager- und Transporteinheiten geschieht weitgehend automatisch.

Der geschlossene Glaskreislauf: entweder bringt der Handel seine Produkte in Mehrweggebinden, die nach Gebrauch wieder befüllt werden können, in den Umlauf – oder die gebrauchten Glasbehälter gelangen via Sammelcontainer und Altglas-Aufbereitungsanlagen wieder zu den Glaswerken, wo sie in Form von Scherben zur Herstellung von neuem Verpackungsglas dienen. Welche Variante zum Einsatz kommt, entscheidet der Konsument. Doch wie er auch immer entscheidet, der Glaskreislauf bleibt stets intakt.